Skip to main content

Blog

Die grüne Exotin heizt mit Pellets!

Avatar of Maria Spirk Maria Spirk - 12. Juni 2019 - Unsere Kunden

Claudia Röhr, zufriedene KWB Kundin aus Mecklenburg-Vorpommern, erzählt über ihre ersten Erfahrungen mit einer vollautomatischen Pelletheizung und der missionarischen Aufklärungsarbeit in einer Gegend, wo man als „Grüne“ schnell als Exotin abgestempelt wird.

Erwartungsvoll schauen die Handwerker und ich - in diesem Moment frisch gebackene Besitzerin einer Pelletheizung - auf den Schornstein. Einige Augenblicke später quillt zum ersten Mal weißer Rauch aus dem Kaminzug. Das hat zwar nichts mit dem Papst zu tun, mit einer Wahl aber schon. Ich - Mecklenburgerin - habe  Holzpellets als meinen künftigen Brennstoff gewählt. Und dies gegen jegliche Vorbehalte. Ja, hier in der mecklenburgischen Provinz kann man als Pelletheizer schon mal belächelt, gar als Exot abgestempelt werden. Zumal, wenn man seinen 60er-Jahre-Bungalow gerade zuvor bereits mit Naturbaustoffen gedämmt hat. Da ist man im Viertel, wo entweder gar nicht oder mit Polysterol gedämmt wird, schnell als „Grüne“ verschrien. Wie sagte noch die Nachbarin, als die Handwerker die ersten Lärchenholzbretter für die Fassade befestigten? „Sowas haben wir früher an den Schuppen genagelt.“ Aha, und jetzt heizt die „Grüne“ also auch noch mit Holzpellets. Was würde meine Nachbarin dazu sagen? „Früher hatten wir Lagerfeuer.“

 

Im Ernst: Ich habe – berufsbedingt – schon viele Pelletheizer getroffen, aber mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, gegen welche Vorurteile Pelletheizer mitunter ankämpfen müssen, schlimmer noch, sich erklären müssen: Wieso denn Holzpellets? Wurde jemals gefragt, warum wir mit Gas, Öl oder Kohle heizen? Und warum sanierst Du Deine Heizung überhaupt? Die alte läuft doch noch. Klar, alte Autos fahren auch noch, trotzdem kauft jeder Deutsche im Schnitt 10,8 Autos in seinem Leben, also etwa alle fünf bis sechs Jahre. Zum Glück, denn ich möchte nicht auf Straßen unterwegs sein, auf denen zwei Drittel der übrigen Verkehrsteilnehmer in klapprigen und stinkenden Oldtimern sitzen. Dabei meine ich nicht die liebevoll gepflegten und betagten Karossen, deren Besitzer sonntags stundenlang die verchromten Zierleisten polieren und die sowieso weniger zum Fahren als zum Anschauen gedacht sind. Aber stellen Sie sich einmal vor, auf unseren Straßen sähe es so aus wie in den deutschen Heizungskellern. Über 15 Millionen Autos, die 20, 30, 40 oder sogar 50 Jahre alt sind. Und kein TÜV erlöst die Besitzer vom geldfressenden Übel. Ich jedenfalls wollte keinen Oldtimer mehr haben, der 30 Prozent der Energie durch den Schornstein pustet, und damit mein Geld verbrennt.

Der Rauch aus dem Schornstein wird dünner. Der Zündvorgang ist abgeschlossen. Die Heizung läuft jetzt im Normalbetrieb, erklärt mir der Servicetechniker von KWB. „Braucht man eigentlich extra Zündhölzer zum Anfeuern?“ fragt eine Angehörige von mir, die zufällig vorbeigekommen ist. Die Monteure schauen mich fragend an, als wollten sie sagen, haben Sie denn nicht einmal Ihre Familie aufgeklärt, dass Pelletheizungen vollautomatisch laufen? Hab ich gewiss, aber wer auf Oldtimer abfährt, für den sind ein Elektronisches Stabilisierungsprogramm oder eine Klimaanlage wahrscheinlich auch nur moderner Schnick-Schnack. „Und morgen gilt, weil’s heute hat gegolten.“ Ob bei Schillers Wallenstein oder beim Heizen. Aber Holz ist eben nicht gleich Holz und Heizen mit Holzpellets sozusagen Lagerfeuer 2.0, mit viel Komfort, super Abgaswerten, hohem Heizwert und einer fast rückstandslosen Verbrennung.

„Was immer war und immer wiederkommt…“, denkt sich wohl auch der Techniker des städtischen Gasversorgers. Vorsichthalber fragt er noch einmal nach, ob ich auch ganz sicher sei, dass ich kein Gas mehr brauche? Nie mehr? Bevor er dann den Gasanschluss meines Hauses kappt. Das lässt sich der kommunale Versorger im Übrigen gut bezahlen. Naja, auf ihn kommen sicher schwere Zeiten zu. Da muss man Rücklagen bilden. Westeuropa kann sich nicht alleine mit Gas versorgen, die Vorkommen sinken. Russland liebäugelt mit China als künftigen Großabnehmer für sein Erdgas. Und wer glaubt noch an eine Zukunft des Öls? Shell tut es offensichtlich nicht mehr, wie aus einer Unternehmensstudie hervorgeht. Und die sollten es wissen. Ich gebe den Anhängern fossiler Energien Recht, dass Öl nie ausgehen wird, weil das letzte Barrel keiner mehr bezahlen kann. Und dann stellen auch die letzten Zweifler fest, dass wir mit Geldscheinen nicht heizen können. Wer ist dann bitte der Exot?

 

„Aber Pellets“, sagt eine Nachbarin zu mir - nicht die, die früher die Bretter an den Schuppen genagelt hat - „die werden doch auch immer teurer“. Meine Mission am Gartenzaun beginnt: Aufklärung ist alles. Da kann Ex-Kanzler Schröder lange behaupten, sein Männerfreund Wladimir Putin habe nicht die Absicht, einen Gashahn zuzudrehen, während die Ölscheichs ihren Preiskampf gegen die USA führen. Holzpellets dagegen sind kein Spielball der Supermächte und überwiegend ein heimisches Produkt mit fairem Preis.

 

Am Ende stehen meine Nachbarin und ich in meinem Heizungskeller. Ich erkläre die Funktionsweise meiner Pelletheizung, erzähle, woher die Rohstoffe stammen und stelle fest: Das habe ich mit einem neuen Auto noch nie getan. Das mag nun daran liegen, dass ich nicht zu den Menschen gehöre, die ihren Autos Namen geben. Aber Pelletheizer zu sein, ist eine Überzeugung, und  mein Beitrag zum Klimaschutz – #Pelletsforfuture sozusagen. Die Vorteile der kleinen Presslinge sage ich gerne weiter. Tun Sie es bitte auch! Für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung der Zukunft und für die Zukunft unseres Planeten.

New comment

0 comments