Wieviel Brennstoff ist für meine neue Heizung notwendig?

Die neue Pelletheizung ist installiert – doch wieviel Brennstoff gilt es jetzt zu bestellen, um auch gut über den Winter zu kommen? Das kann man – recht einfach – berechnen.

Bei einem Umstieg von Öl auf Pellets ist die Rechnung eine ganz einfache. Man nimmt einfach den jährlichen Heizölverbrauch in Liter und rechnet ihn mal zwei. Das ist dann der Pelletbedarf in Kilogramm. Haben Sie bisher also jährlich 2.200 Liter Heizöl verbraucht, dann werden sie nach der Umstellung 4.400 kg Pellets benötigen.

Bei einem Neubau ist es etwas aufwändiger, den Brennstoff-Bedarf zu errechnen. Pro m2 Wohlfläche hat man einen Wärmebedarf von circa 50 Watt. Bei einem Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das einen Wärmebedarf von 7.500 Watt. Das bedeutet, man braucht eine Heizung mit 7,5 kW. Und pro kW werden circa 400 kg Pellets benötigt – das bedeutet einen jährlichen Pelletbedarf von 3.000 Kilogramm.

Und wie entstehen die kleinen Presslinge eigentlich?

Pellets bestehen zu 98 Prozent aus Holz – überwiegend aus Abfallprodukten, die im Sägewerk bei der Holzverarbeitung anfallen, wie Sägemehl oder Hobelspäne. Um eine Tonne Holzpellets herzustellen, benötigt man etwa sechs bis acht Kubikmeter Späne. Diese müssen zuerst getrocknet werden. Die Energie dafür wird in der Regel durch die Verbrennung von Rinde bereitgestellt, die im Sägewerk als Reststoff anfällt. Nach dem Trocknen hat das Ausgangsmaterial einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa acht Prozent.

Die Späne werden nun zerkleinert und in der Pelletieranlage unter hohem Druck durch die Löcher einer sogenannten Stahlmatrize gepresst. Doch wie kleben die kleinen Teilchen zusammen? Einer der Hauptbestandteile von Holz ist Lignin. Durch den hohen Druck und die dadurch entstehende Wärme wird das Lignin klebefähig und die kleinen Energiebündel bekommen ihr typisches Aussehen. Durch das Lignin kann auf chemische Bindemittel verzichtet werden. Um eine höhere Antriebsfähigkeit zu gewährleisten, werden maximal zwei Prozent an Pressmittelzusätzen wie Stärke oder Mehl zugegeben.

Noch warm werden die Holzpresslinge auf die richtige Länge geschnitten. Haben sie die endgültige Form erreicht, werden sie noch gekühlt, gesiebt und in Silos für die Lieferung zum Kunden gelagert bzw. in Säcke verpackt.

Energieaufwand deutlich geringer als bei fossilen Brennstoffen

Vergleicht man den Energieaufwand für die Produktion und Bereitstellung von Holzpellets mit dem von fossilen Brennstoffen, ist dieser deutlich niedriger, da vermehrt heimische Rohstoffe zum Einsatz kommen, die meist auch direkt im Sägewerk weiterverarbeitet werden können. Bei Pellets beträgt der Energieaufwand etwa 2,7 % der Endenergie, bei Erdgas sind es 10 % und bei Heizöl in etwa 12 %.

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